Interdisziplinäre Seminare

Aktuell in Planung:

XIII. und XIV. Internationale und interdisziplinäre DAAD-Alumni-Seminare Chile 2022/ Costa Rica 2023

Zwei inhaltlich aufeinander aufbauende internationale und interdisziplinäre ICALA-Alumni-Seminare finden 2022 und 2023 im Rahmen des DAAD-Alumni-Programms zur Fortbildung und Bindung internationaler Alumni zum Thema „Integrale Ökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt.

Durchgeführt wird das DAAD-Projekt von der Universität Osnabrück gemeinsam mit ICALA und den Kooperationspartnern in Lateinamerika.

                       Das XIII. Alumni-Fortbildungsseminar wird im Oktober 2022 in Kooperation mit der Facultad de                                   Filosofía sowie der Facultad de Teología der Pontificia Universidad Católica Santiago de Chile unter                             dem Titel „'Der Schrei der Erde und die Enden der Welt' - theologisch-philosophische und                                             soziologisch-politikwissenschaftliche Perspektiven im Dienst einer nachhaltigen Bildung“ veranstaltet.

                  Daran anknüpfend findet im Oktober 2023 in Kooperation mit der Universidad Nacional de Costa                            Rica/Heredia in San José/Costa Rica das XIV. Alumni-Fortbildungsseminar zum Thema „'Der Schrei der                    Erde und die Enden der Welt' – ökofeministische, indigene und dekoloniale Perspektiven einer                                'integralen Ökologie'“ statt.

Die beiden Alumni-Seminare werden gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie von der Bischöflichen Aktion Adveniat. 

Gefördert durch:


Bitte beachten Sie:

Wir möchten die Alumni-Seminare sehr gerne wie geplant durchführen, jedoch halten wir uns selbstverständlich an die Vorgaben der Behörden und Ministerien im Rahmen der Corona-Pandemie, so dass die Umsetzung als digitale Veranstaltungen oder eine Absage möglich ist.


August 2018 - Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland e.V.

Festakt “1968-2018: 50 años del ICALA-Intercambio cultural-latinoamericano”, 20. August 2018, Bogotá

 

Am Nachmittag des 20. August 2018 wurde in Bogotá das 50-jährige Bestehen des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V., des Vereins zur Förderung des Austausches zwischen Lateinamerika-Deutschland – auf den Feldern von Theologie und Philosophie, aber auch benachbarter Disziplinen wie der Pädagogik oder den Sozialwissenschaften, zelebriert.

 

Das Stipendienwerk hat seit seiner Gründung im Jahr 1968 zum Ziel, die wissenschaftliche Reflexion in Lateinamerika auf den Feldern der Theologie, Philosophie und Sozial- und Kulturwissenschaften zu fördern, ausgehend von den befreienden Potentialen des christlichen Glaubens.

 

Die Präsidentin Prof. Dr. Margit Eckholt leitete in die Veranstaltung ein und moderierte das erste Panel unter der Überschrift Memoria de los 50 años del ICALA – una historia al lado de los cambios eclesiales y sociales en América Latina.

 

Der Mitgründer des Stipendienwerkes Prof. Dr. Peter Hünermann hielt den Vortrag Intercambio cultural alemán-latinoamericano: Ideas principales y motivos – un modelo de teología postconciliar. Er ist dabei auf Bernhard Welte, einen weiteren Mitgründer des Stipendienwerkes und dessen Beiträge aus den 1960er Jahren eingegangen. Bernhard Welte hat in seinem Vortrag auf dem Seminar in Río Tercero zum Thema „Auf dem Weg zu einem neuen christlichen Humanismus“ – es fand vom 9.-16. September 1973 in der Sierra von Córdoba in Argentinien statt, in den sehr bewegten Zeiten des Militärputsches in Santiago de Chile – den Grundgedanken unserer Arbeit auf wunderbare Weise ausgedrückt. Er spricht von der „Idee des internationalen Kulturaustausches“, der „Idee des interdisziplinären Austausches der Ideen … im Dienste der Kirche“, „die Idee eines nach beiden Seiten offenen Gesprächs zwischen Europa und Lateinamerika und zwischen den Teilnehmern in Europa und den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern. Ein freies Gespräch zwischen Kirche und Theologie einerseits und der Welt von heute andererseits, repräsentiert durch Philosophie und Humanwissenschaften“. Das ist die Aufgabe des Stipendienwerkes im Rahmen eines neuen Verständnisses von Entwicklungsarbeit, das vom „Prinzip der Gegenseitigkeit“ ausgeht und von dem „Gesichtspunkt, daß alle der Entwicklung bedürfen, auch wir, und daß darum alle Teilnehmer gleich geachtet sein sollen und alle sich bemühen sollen, sich gegenseitig zu ergänzen“.

 

Darauf folgte der Vortrag Cincuenta años de Intercambio: un balance académico y humano von Prof. Dr. Susana Monreal, der Präsidentin des Consejos aus Montevideo.

 

Nach einer kurzen Pause übernahm Prof. Mag. Jutta Wester de Michelini, die Präsidentin des Consejos aus Río Cuarto, die Moderation des zweiten Panels Religión y su potencial liberador para la educación y formación. Hierzu hielten Prof. Dr. Gerardo Chacón Padilla und P. Prof. Dr. Fernando Barredo Heinert SJ den Vortrag Educación y teología de la liberación con el pueblo Puruha, diócesis de Leonidas Proaño. Anschließend äußerte sich Prof. Dr. Magaretha Rolfes de Franco in ihrem Vortrag El pensamiento liberador como potencial de cambio para una educación del futuro: perspectivas y experiencias.

 

Woraufhin Prof. Dr. Dorando Michelini, Mitbegründer des Stipendienwerkes in Río Cuarto, ein paar abschließende Worte beitrug. Er ehrte hierbei Prof. Dr. Peter Hünermann für seine herausragende Arbeit. Denn dieser habe laut Michelini „mit seinem offenen und visionären Geist die Zeichen der Zeit meisterhaft interpretiert: Die von ihm schon seit Jahrzehnten vertretenen Ideen des interkulturellen Austausches und Dialogs stehen heute im Mittelpunkt vieler philosophischer, theologischer und humanwissenschaftlicher Debatten auf globaler Ebene.“ So berichtet Michelini weiter von seinen persönlichen Erfahrungen mit Prof. Dr. Hünermann: „Als Doktorand an der Universität Münster und als Tutor des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland konnte ich in der Person Peter Hünermanns nicht nur einen Intellektuellen von Format erleben, der aus dem zeitgenössischen deutschen theologischen Panorama hervorragte, sondern auch einen Meister, der es verstand, das universalistische Denken mit einem einzigartigen Verständnis für die Herausforderungen der historischen Realität und der verschiedenen Einzelkulturen in Einklang zu bringen. Sein ganzes Leben lang hat er ein großes Interesse und Engagement für Lateinamerika bewahrt. Über Jahrzehnte hinweg konnte er eine Vielzahl von lateinamerikanischen Wissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlern akademisch begleiten und existentiell unterstützen.“

 

Musikalisch begleitet wurde die Jubiläumsfeier durch das Duo Pino y Cerdo, bestehed aus den Gitarristen Jhonathan Camilo Baracaldo Díaz und Andrés Mauricio Toquicá.

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Programm des Jubiläums
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Copyright Fotos Jubiläumsfeier in Bogotá: ICALA


August 2018 - XII. internationales und interdisziplinäres Seminar des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V. in Bogotá, Kolumbien

Das 12. internationale und interdisziplinäre Seminar des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V. (ICALA = Intercambio Cultural Alemán-Latinoamericano) mit dem Titel „1968-2018. Religion als Ressource für eine befreiende Entwicklung. 50 Jahre nach der 2. Konferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín: Kontinuitäten und Brüche“ fand vom 20. bis 23. August 2018 an der Pontificia Universidad Javeriana in Bogotá, Kolumbien statt. Die Universität Osnabrück war hierbei Kooperationspartner und das Seminar wurde außerdem gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Das Jahr 1968 ist im europäischen Kontext mit der Studentenrevolution in Paris und anderen europäischen Universitätsstädten verbunden und ist in internationaler Perspektive, so auch im lateinamerikanischen Kontext, von vielfältigen neuen sozialen Bewegungen und Aufbrüchen geprägt. Auch für die katholische Kirche in Lateinamerika ist das Jahr 1968 ein Schlüsseljahr: Auf der 2. Generalversammlung des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín (1968) hat sich die katholische Kirche zu einer neuen sozialen Akteurin und einer auch weit über kirchliche Kreise hinaus anerkannten Institution im Dienst sozialen Wandels, der Menschenrechte, einer gerechten und armenorientierten Entwicklung und der Friedensarbeit entwickelt. Der Erneuerungsprozess, den das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) für die katholische Kirche bedeutet hat (verbunden mit Religionsfreiheit, Menschenrechten, ökumenischem und interreligiösem Dialog, neuen Partizipationsstrukturen in der Kirche, der Bedeutung von Laien und sozialen Bewegungen usw.), wurde mit dieser Konferenz im lateinamerikanischen Kontext umgesetzt. Befreiungstheologien, -Philosophien und -Pädagogiken wurden in der Folge dieser Konferenz entwickelt und sind bis heute von Bedeutung.

 

Das Leitmotiv des internationalen Seminars war die Perspektive der „Religion als Ressource für eine befreiende Entwicklung“. In Zeiten einer neuen Präsenz der Religionen im öffentlichen Bereich hat die Erinnerung an die Konferenz von Medellín eine sehr große Bedeutung. Ihre historische Bedeutung, sowie ihre aktuelle Relevanz für eine Reflexion über das Konzept der „Entwicklung“ wurden im Rahmen dieses Seminars thematisiert. Der Fokus des Symposiums war interdisziplinär, ausgehend von einer theologischen, philosophischen, soziologischen und pädagogischen Perspektive, die den Terminus „befreiende Entwicklung“ umfasste.

 

Am Seminar nahmen etwa 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Forscherinnen und Forscher aus Deutschland, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten teil, hauptsächlich ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen von ICALA der Disziplinen Theologie, Philosophie, Pädagogik, Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften. 

 

Vor Beginn des Seminares fand am 19. und 20. August ein Alumni-Workshop statt, dessen krönender Abschluss die Jubiläumsfeier des 50-jährigen Bestehens des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V., bildete.

 

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Plakat des Seminares in Bogotá
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Programm des Seminares in Bogotá
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Juni/Juli 2017 - Internationale und interdisziplinäre Tagung in Magdeburg

Tagung "Die Zeit der Reformation aus anderem Blickwinkel. Eine lateinamerikanisch-ökumenische Perspektive" fand vom 30.06.-02.07.2017 in Magdeburg statt

 

Veranstalter: Prof. Dr. Margit Eckholt (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Johannes Meier (Universität Mainz)

 

„Ausgangspunkt des Symposiums war die historische Gleichzeitigkeit der Reformation mit der Entstehung der Kirche in Spanisch-Amerika und Brasilien. Die Erschütterung der tradierten Glaubensformen in Europa und die gleichzeitige Initiative zur Evangelisierung der Neuen Welt bilden einen Kontrast von religiösen Einstellungen und Handlungsenergien. In den vorherrschenden Germano- und Eurozentrismus des Reformationsgedenkens wurde bewusst eine andere historische Sichtweise eingeblendet.

 

Die Tagung leistete einen wissenschaftlichen Beitrag in lateinamerikanischer und ökumenischer Perspektive im Blick auf das Reformationsgedenken und erarbeitete und diskutierte das Reformationsgedenken in einer internationalen und ökumenischen Perspektive. Sie fand in Kooperation mit der Universität Osnabrück in Magdeburg statt und wurde durch die Thyssen-Stiftung gefördert.“

 

 

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Kurzbericht Tagung Magdeburg
Kurzbericht_Tagung_Magdeburg_2017.pdf
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Programm Tagung Magdeburg
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Copyright Fotos Tagung Magdeburg: Dr. Otto Danwerth


Veranstaltungshistorie

Jahr Ort Thema Publikation
    
1977  Lima, Peru Evangelización y Bautismo de la Cultura  
       
1981

Santiago de

Chile, Chile

Racionalidad Técnica y Cultura Latinoamericana ICALA, Tübingen Juli 1982
       
1985

Quito, Ecuador

Sociedad y Ethos  ICALA, Tübingen 1985
       
1989 Montevideo, Uruguay Enseñanza Social de la Iglesia en América Latina Editorial VERVUERT, Frankfurt 1991
       
1993 Asunción, Paraguay La Nueva Evangelización del Mundo de la Ciencia en América Latina  Editorial VERVUERT, Frankfurt 1995
       
1997 Cochabamba, Bolivien  La Juventud Latinoamericana en los Procesos de Globalización  Editorial Eudeba/FLACSO Buenos Aires 1998; deutsche Ausgabe: "Option für die Jugend". Die lateinamerikanische Jugend im Sog der Globalisierungsprozesse, Don Bosco Verlag, München 1998
       
 2001 Mexiko, Stadt   Formar-Educar-Aprender  Editorial TEMAS, Buenos Aires 
       
2007 Lima, Peru Ciudadanía, Democracia y Derechos Humanos. Transformación de las élites políticas latinoamericanas. Reflexiones en Vista a la conmemoración del Bicentenario de la Independencia Editorial Abya-Yala, Quito 2009
       
2008

Córdoba, 

Argentinien

Ciudadanía desde la Perspectiva de Género. Pasado, Presente, mirada hacia el Futuro.  Editorial Abya-Yala, Quito 2010
       
2009 Quito, Ecuador Ciudadanía y memoria - Construcción de la Ciudadanía. Logros, límites y perspectivas en vista a la conmemoración del Bicentenario de la Independencia Editorial Abya-Yala, Quito 2012
       
2013

Mexiko-Stadt,

Mexiko 

Die Großstädte in Lateinamerika und die aktuellen sozialen, kulturellen und religiösen Transformationsprozesse Editorial Grünewald, Ostfildern 2014
       
2015

Cochabamba,

Bolivien

La Interculturalidad, un desafío actual de alcance internacional   
       
2018

Bogotá, 

Kolumbien 

1968-2018. Religion als Ressource für eine befreiende Entwicklung. 50 Jahre nach der 2. Konferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín: Kontinuitäten und Brüche  Editorial Grünewald, Ostfildern 2019